Stimmen zum Buch

Besprechung von Margit Seibel

Foto: Margit Seibel
Foto: Margit Seibel

Mein Buchtipp: Nele und der neue Goethe – Liebeswahn trifft Don Juan

 

Die Buchhändlerin Nele verliebt sich in den verheirateten Autor Joseph. Eine alltägliche Geschichte, meist ohne Happy End. Aber Nele glaubt an diese Beziehung. Für sie passen Joseph und sie perfekt zusammen. Sie himmelt ihn an und unterstützt sein literarisches Schaffen mit übertriebenen Lobeshymnen in ihrem Buchblog. Das gefällt Joseph sichtlich, denn es schmeichelt nicht nur seinem Ego, sondern nutzt auch seiner Karriere. Gerade von ihrem Mann getrennt, lebt Nele nur mit ihrer kleinen Tochter zusammen. Darum ist sie anfällig für seine Schmeicheleien und zweideutigen Gesten. Langsam gerät sie in einen emotionalen Sog, der ihr Leben aus den Angeln hebt.

Petra Ihm-Fahles Roman „Nele und der neue Goethe“, den sie unter dem Pseudonym Pia Gabrielly schrieb, zeichnet in detaillierten Szenen die Obsession ihrer Protagonistin nach. Teils mutet das Auf und Ab dieses Beziehungskarussells absurd an. Es erinnert an die Wiederholungsschleifen des Films „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Und doch ist dieses “Umkreisen“ und „Wiederholen“ ein therapeutischer Vorgang. Nele entwickelt sich dabei. Josephs widersprüchliches Verhalten fordert sie heraus. Mit jeder neuen Umkreisung wächst sie innerlich. Schließlich beginnt sie zu verstehen, dass es ihre Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung ist, die sie an einen Mann fesselt, den sie offensichtlich nicht besitzen kann.

Aber es geht in diesem Buch nicht nur um diese Beziehung. Durch die ständigen Schwankungen in Neles Beziehung zu Joseph wird ihr gesamtes Umfeld nach und nach instabil. Auch die Freunde aus der Gruppe, die ein Symposium organisiert, in die die beiden eingebunden sind, hat die Autorin psychologisch ausgelotet. Jede/jeder hat seine Schwachstellen und Überempfindlichkeiten. So ist es kein Wunder, dass bald vieles in Neles Leben zerstört scheint.

Die Autorin hat sich einem heiklen Thema ebenso intensiv und einfühlsam wie sorgfältig gewidmet. Spannend, intelligent und nicht ohne Humor erzählt sie eine Geschichte, in der sich viele Leserinnen/Leser wiedererkennen werden.

Petra Ihm-Fahles Buch hat mich von Anfang an beeindruckt. Deshalb hat es mir großen Spaß gemacht zu lektorieren. Beide haben wir Berufserfahrung als Buchhändlerinnen, wie die Protagonistin Nele. Seit Jahren ist Petra als Journalistin erfolgreich. Sie führt außerdem einen Buchblog, lektoriert und ist im Autorenclub Wetterau aktiv.

 

Margit Seibel 

Besprechung von Michael Humboldt

Besprechung von Bruno Rieb

Weitere Stimmen

"Haben Sie weitere Bücher dieser Art? Ich bin mit diesem fast durch." 03.10.22 K. M. 

 

"Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es ist spannend und erschütternd." 09/22 I. R.

 

"Ihr Buch ist spannend und schön geschrieben. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht." 19.09.22 K. B.-S.

 

"Das Buch ist wunderbar. Witzig, abenteuerlich, der Inhalt trifft auf viele Menschen in unserer Gesellschaft zu und bringt einen zum Schmunzeln, sowie frischt Erinnerungen auf. Passt gut in diese Zeit, mal einfach von vielen Dingen ein wenig abgelenkt zu sein und sich etwas anderem zu widmen." 06.10.22 G. B. 

 

 

 

 

Kommentare: 0